Die Shore-Härte

Die Härteprüfung nach Shore ist eine einfache und effektive Methode zur Werkstoffprüfung und ein einfaches Verfahren zur Härtemessung für Elastomere und verformbaren Kunststoffe. Unter der Shore-Härte versteht man den Widerstand einer Gummiprobe gegen das Eindringen eines kegelförmigen Körpers bestimmter Abmessung unter definierter Druckkraft. Je nach Ausführung des Messkörpers unterscheidet man nach Shore A für weichere Elastomermischungen und Shore D für härtere Elastomermischungen.

Für die einwandfreie Messung der Shore-Härte ist durch die Norm eine Probendicke von 6 mm vorgeschrieben. Messungen an Fertigteilen mit geringerer Wandstärke führen meist zu falschen Ergebnissen. Die häufigste Härteprüfung von Elastomeren ist die Prüfung der Shore-Härte nach DIN ISO 7619-1.

Vergleichbarkeit von Shore A und Shore D

Die Shore A-Methode wird für weiche Polymere verwendet. Zum Beispiel haben Synthesekautschuke wie NBR eine Shore-Härte A von 50 bis 70. Härtere Polymere wie Polyethylen (PE) haben eine Shore-Härte A von über 90. Mit der Shore D-Methode gemessen, liegt der nominelle Härtewert für PE zwischen 40 und 65 und somit viel niedriger als nach der Shore A-Methode. Trotz der unterschiedlichen Messwerkzeuge und den abweichenden Prüfbedingungen besteht ein nichtlinearer Zusammenhang zwischen den Messwerten nach Shore A und Shore D*. Sie lassen sich somit ineinander umrechnen. Hiernach entsprechen 50 Shore A annähernd 10 Shore D und 75 Shore A etwa 20 Shore D.

Die für industrielle Anwendungsfälle meist verwendete Härte von Dichtungswerkstoffen beträgt 60-70 Shore A und wird auch gerne als „mittlere Härte“ bezeichnet. Gängige Elastomermischungen für technische Formteile (Gummiformteile) liegen in einem Härtebereich von 20-90 Shore A.

Um bereits bei Prototypen die Härte zu testen, drucken wir in unserem 3D-Druckverfahren Silikongummi in den Härten Shore 35 und Shore 65.

Shore Härte Skala – Vergleichstabelle

* „Über den Zusammenhang zwischen Shore A- und Shore D-Härte“, K. Trobisch, „Kautschuk, Gummi, Kunststoffe“ 34 , Nr. 5