Druckverformungsrest (DVR)

Der Druckverformungsrest findet Anwendung bei Dichtungen und Dämpfungselementen. Er gibt an, in wie weit sich ein deformierter Werkstoff (Elastomer) nach einer bestimmten Zeit bei einer bestimmten Temperatur zurück verformt. Bei z. B. EPDM Profilen im Baubereich wird ein zylindrischer Prüfkörper 25% verpresst und 24 Stunden unter 70° C geprüft. 30 Minuten nach Testende wird bei Raumtemperatur erneut gemessen.

Bei einem DVR von 0% würde der Körper seine ursprüngliche Dicke wieder voll erreichen (ist aber nicht möglich), ein DVR von 100% würde bedeuten, dass der Körper keine Rückstellung zeigt. Also komplett deformiert bleibt. Es gibt hierzu die Prüfnormen nach DIN 53 517 bzw. DIM ISO 815 oder ASTM D 395.

Beispielsweise wird eine Flanschdichtung bei der Montage auf eine bestimmte Dicke zusammengepresst und übt eine Pressung auf die Flanschflächen aus. Im Laufe der Zeit nimmt diese Pressung ab, da sich der Gummi plastisch verformt. Ist dieser plastische Anteil – also der DVR – zu groß, lässt die Presskraft und damit die Dichtwirkung so stark nach, dass Undichtigkeiten auftreten (diese können vollflächig aber auch abschnittsweise auftreten), vor allem dann, wenn sie zu „knapp“ ausgelegt ist. Der DVR, bei Flachdichtungen, sollte bei der Dauereinsatztemperatur einen Wert von ca. 40 % nicht überschreiten.

Berechnungsformel

DVR (%) = ( L0 – L2 ) / ( L0 – L1 ) x 100 %

  • DVR = Druckverformungsrest in %
  • L0 = Höhe des Probekörpers vor der Prüfung
  • L1 = Höhe des Probekörpers während der Prüfung (Distanzstück)
  • L2 = Höhe des Probekörpers nach der Prüfung